»O nein«, beruhigte ich sie.
»Und die Schenkel …« Sie klatschte sich aufs Fleisch und lachte. »Wenn mich der Albert sieht«, fuhr sie fort, »wird er gleich geil.«
»Das glaub' ich …«
»Aber mein Mann ärgert sich …«, lachte sie. »Ja was wär's denn, wenn er ihm nicht stehen möcht' …? Da könnt' er uns doch gar nicht photographieren?«
Nach diesen Worten begann ich doch zu ahnen, was hier vor sich gehen sollte. Gleich darauf kam der Mann zurück, und rief uns heraus. Wir traten in das Atelier und da war noch ein Bursch von etwa achtzehn Jahren. Er mochte Laufbursche, Stallpage, oder so etwas dergleichen sein. Denn er hatte ein sonnverbranntes und verfrorenes Gesicht mit kleinen dicken Ohren und einer roten, ziemlich dicken Nase. Er war schlank, aber kräftig und im ganzen nicht schlecht gekleidet. Mir wenigstens gefiel er ganz gut.
Der Herr Capuzzi, so hieß der Photograph, schickte den Burschen, in dem ich den herbeigerufenen Albert erkannte, sogleich in das Ankleidezimmer.
»Tummel dich«, rief er ihm nach, dann begann er mich zu mustern.
»Ist gar nicht schlecht …«, meinte er zu seiner Frau, »he?«
»Ja«, antwortete sie ihm ernst, »es ist gerade das was du brauchst …«
»Wie die Duterln noch ganz hoch sitzen«, meinte er.