Zwei Tage später kam eine neue Kommission: drei Herren, ein Wachtmeister und eine Leiter. Sie suchten wieder das Loch im Plafond und fanden es wieder nicht.
Es kam noch eine dritte Kommission am Montag früh, eine Donnerstags nachts, eine am Sonntag nachmittag.
In der folgenden Woche gab's täglich Untersuchungen: vom Regiment, von der nächstbeteiligten Eskadron, vom Verpflegsmagazin, vom Militär-Stationskommando, noch einmal vom Regiment und noch einmal von der Eskadron. Immer ohne Erfolg.
Dann setzte sich Joschkele Seidenfutter hin und schrieb einen Brief:
„Lieber Schwager Ignaz Germteig, Branntweinbrennerei und Schlempenerzeugung in Tarnopol!
Ich dank dir, lieber Schwager, daß du bist gewesen eso freindlich, aber vün jetz an schreib ka anenime Briefe mehr. Warüm? Weil auf den letzten is schon gar keine Kommission mehr gekümmen. Jetzt kann die Konkorrenz schreiben, wenn se will. Daweil hob' ich mr schon geloßt machen das Loch in Plafon. Mit tausend Griße
Joschkele.“