Die Kommission ging, und Joschkele versperrte die Tür. Draußen zog er sehr tief den Zylinder und sagte: „Se entschuldigen schon, Euer Gnaden, Herr vün Oberst, bis hundertzwanzig Jahre sollen Se leben ünd gesünd sein und lauter Frad erleben. Aber wos kloppen Se mr auf mei Boden erüm?“

„Das will ich Ihnen sagen, Herr Seidenfutter,“ der Herr Oberst zog ein Schriftstück aus der Brusttasche — „Sie haben vor einigen Wochen im Offertwege die Fouragelieferung für das Ulanenregiment Nr. 9 erstanden?“

„Ja, Herr vün Oberst, bis hün — —“

„Mit zwanzig Hellern per Zentner unter dem Marktpreis?“

„Was tut e Mensch nit for dem Militär, Herr vün Oberst.“

„Sehr schön, daß Sie Patriot sind, Herr Seidenfutter — aber die Leute glauben was andres. Da — lesen S' den anonymen Brief, was ich gestern kriegt hab. Wenn der Proviantoffizier und Tierarzt den Hafer übernommen haben und das Magazin versiegelt is, sollen Sie durch ein Loch im Plafond schlechten Hafer herunterschütten.“

„E Konkorrenz-Manöver, Herr vün Oberstleben, bis hün —“

„Schon gut — ich weiß — wir haben uns überzeugt. Aber wir wollen ein wachsames Auge auf Sie haben — richten Sie sich darnach.“

„Ich soll nix essen können, Euer Gnaden, wenn bei mir so eppes vorkümmt, Herr vün Oberstleben.“