„Na, wie gehts, wie stehts, Mütterchens Goldsohn? Was machst du?“
„Ich denke über meine Zukunft nach und schwanke noch, ob ich Löwenbändiger oder Tanzlehrer werden soll.“
„Wähle den Mittelweg, Bruder, und werde Generalinspektor! — Na, sieh mich nicht so groß an, ich meine es ernst. Du mußt wissen, ich bin seit acht Tagen eine Art Assekuranzkönig von Serbien — im Dienste der La Terre, Zemlja, die Erde — Erste internationale Hagel-, Feuer- und Lebensversicherungsgesellschaft. Da brauche ich einige Dutzend Generalinspektoren.“
„Wie ... und du ... du willst mich ernennen?“ Vor Freude stand mir das Herz im Leibe still.
„Was gibts da zu verwundern? Natürlich. Ich drücke mein Sultanssiegel darunter, und du bist Generalinspektor.“
Das sagte er so einfach. Nein, wer hätte das in dem kleinen Milan gesucht?
„Bist du einverstanden?“
„Aber natürlich. Mit tausend Freuden. Ich bitte dich: schon ein General schlechthin ist ein hoher Herr. Inspektor ... auch nicht zu verachten. Und ich soll nun mit einem Schlag Generalinspektor werden?“
„Na, laß dirs nur nicht in die Krone fahren. Ohne weitres gehts ja auch nicht. Du wirst dich zu einer Probeleistung verstehen müssen.“
„Auch das tue ich; überhaupt alles, was du willst.“