Seitdem sind viele Jahre vergangen.
Die technischen Fortschritte auf allen Gebieten sind bis in die innerste Häuslichkeit gedrungen, man brennt heute nur mehr Gas oder Elektrizität.
Wir hatten in unsre alte Wohnung Gas einziehen lassen, aber Großmama wurde nie den Gedanken los, daß es nach Ziegenbock stinke. Dann ist es auch im Schlafzimmer sehr unangenehm. Elektrizität wieder, das kostet eine Menge Geld, wenn man noch nicht darauf eingerichtet ist, und man hört auch so viel von Kurzschlüssen.
Da las Großpapachen in der „Morgenpost“ von der Spektral-Multiplex-Biform-Lampe, und auch im Krakauer Kalender war sie rühmend erwähnt — als etwas wirklich Gediegenes.
Zufällig sah ich bei Beer & Cie. im Schaufenster eine Multiplex-Biform brennen und fand das Licht ruhig und sehr hell.
Am nächsten Abend nahm ich meine Käte mit. Wir sahen uns beide das Ding an. Sie konnte auch nicht viel dagegen sagen und war nur mißtrauisch, weil die Lampe patentiert war. Aber es ist doch einfach töricht, eine Lampe, nur weil sie patentiert ist, für schlecht zu halten.
Wir besprachen die Sache zu Hause. Großpapachen, der sehr modern denkt, war dafür, daß ich zu Beer & Cie. fragen gehen sollte: erstens, wieviel Petroleum die Lampe brauche, zweitens, wieviel sie koste und drittens wegen einer schriftlichen Garantie auf ein Jahr.
Bei Beer & Cie. traf ich einen Kommis, einen sehr geläufigen jungen Mann. Er fragte mich, ob ich einen Spektral-Multiplex-Biform-Löscher haben wolle — oder eine Spektral-Multiplex-Biform-Lampe.
Ich sagte: eine Lampe.
Da begann der junge Mann: