Sie sind übrigens nicht ohne alle Kunstfertigkeit, in dem Pueblo Bauang verfertigen ihre trefflichen Schmiede ausgezeichnete Aliva-Hackmesser, welche besonders von den Busao-Igorroten gern gekauft werden (Ilustracion 1860, 285); über ihre Religion ist Nichts bekannt.
21. Calauas oder Itaves.
Die Calauas (sprich: Cala-ú-as) wohnen von Santacruz (an einem Zuflusse des Rio Chico de Cagayán) bis Nachsiping am Rio Grande. Sie reichen bis Piat und Tuao im Süden und Malaueg im Norden, nach letzteren Orten werden sie und ihr Idiom auch Malaueg oder Malauec genannt. Bei den nördlichen Stämmen ist der Name Itaves der gebräuchlichere, im Süden aber Calauas. Ihre Tracht erinnert an ihre Nachbarn, die Guinanen, während ihre ganze Lebensweise in’s volle Gegentheil schlägt. Sie sind noch friedfertiger als die ihnen nach Mas (pobl. 28) ähnlichen Gaddanen, und zeichnen sich besonders durch fleissigen Feldbau aus. Nächst Reis wird am intensivsten Tabak gebaut, dessen Anpflanzung sie eine besondere Pflege zuwenden (Buzeta I, 56). Ihr Tabak wird als der beste der Provinz Cagayán bezeichnet, und das will so viel sagen, als dass der Tabak des Calaua-Gebietes der beste der Philippinen ist. Nach der Tabakernte werden die gesammelten Blätter zuerst einem Gährungsprocesse unterworfen, dann aber wieder an der frischen Luft getrocknet. In kleine Ballen gepackt wird dann der Tabak nach Ilócos Sur und Abra eingeschmuggelt (Mas, pobl. 8; Buzeta I, 56).
Religion unbekannt. Sie sind wie die Guinanen noch unabhängig, doch ist in diesem Jahre ein Truppencorps gegen sie abgeschickt worden, um sie zu unterwerfen.
22. Gamunangen und Bayabonanen.
Der Name dieser beiden Stämme findet sich nur an einer einzigen Stelle bei Mas (pobl. 41) vor, nach dieser leben sie in den Bergen östlich und südöstlich von Tuao. Es ist nicht so unwahrscheinlich, dass sie nur Zweige eines grösseren Stammes, etwa der Dadayag sind.