— „Bedenkst du, was du damit sagst, Arnold?“

— „Ich habe bedacht, ehe ich abermals zu dir gesprochen. Ich hätte, nach der Reise, Juliens nicht mehr gegen dich erwähnt, wenn ich nicht überzeugt wäre, daß sie so ist, wie ich sage.“

— „Ich glaube dir, weil ich Nichts mehr glauben will, wenn ich an dir irre werde. Die einzige Frage ist nur, ob du nicht getäuscht wirst, indem du glaubst.“

— „Lerne sie kennen und höre von ihr die Worte: „Kein heiliges Band bindet mich an Kollmann, — der Himmel ist ja barmherzig und löst die seinen — aber meine Lippen sind würdig geblieben, die deinigen — würdig, die deiner Schwester zu berühren — ich sehne mich nach ihr, der ich vielleicht mehr sagen könnte, als selbst dir!“ — Das höre von ihr, Helene, und dann zweifle!“ — Er reichte der Schwester die Hand und sah sie zärtlich, fast bittend an.

— — „Gott lasse es Licht werden über unserm Thal und Eurem Leben! — ich will ja Alles glauben — Alles hoffen!“ rief Helene und drückte in schweigender inniger Umarmung den Bruder ans Herz.

[2] Es lebe Herr Kollmann!

Ende des erste Bandes.


Halle, Druck von H. W. Schmidt.