August.
Oh, dann werden Sie mir Ihren Beistand nicht versagen.

Rappelkopf.
Ihnen? hahaha! Nun, das will ich hoffen.

August. Wenn meines Malchens Vater sein Haus wieder betritt und es Ihnen gelingt, ihm mildere Gesinnungen gegen die Welt einzuflößen, so vergessen Sie auch meiner nicht! Versichern Sie ihm, daß es keinen jungen Mann auf Erde gäbe, der mit einer so unwandelbaren Treue an seiner liebenswürdigen Tochter und mit einer so innigen Dankbarkeit an ihrem edlen, aber unglücklichen Vater hinge als der von ihm so ungerecht verfolgte August Dorn. (Verbeugt sich und geht ab.)

Rappelkopf.
Das ist mir unbegreiflich.

Malchen (weinend). Lieber Onkel, wenn Sie meinen Vater sprechen, was ich gewiß nicht darf, so sagen Sie ihm, daß er seine Amalie unendlich gekränkt hat, daß ihn niemand so sehr liebt wie seine Tochter, aber daß ihr auch gewiß das Herz brechen wird, wenn sie ihren August verlieren müßte. (Weint heftig.)

Rappelkopf (sein Vatergefühl bricht los, er schließt Malchen
heftig in seine Arme).
Du bist halt doch mein Kind, wenn ich auch jetzt nicht dein
Vater bin. (Nimmt sie am Kopf.) Was nützt denn das, das läßt
sich nicht verleugnen. Ich muß dich küssen, Malchen.

Malchen.
Ach guter Onkel!

Rappelkopf.
Sag du mir, ist das wahr, liebst du deinen Vater?

Malchen.
Unendlich, lieber Onkel!

Rappelkopf.
Und du lügst nicht?