Rappelkopf.
Was heißt das, macht er Ihr auch die Cour?

Lischen. Nun, das wäre der Wahre, er wagt es ja kaum, ein anderes Mädchen anzusehen. Das wird ein handfester Pantoffelritter werden. Ich glaube, er hat mir bloß darum noch keinen Heller zum Geschenke gemacht, damit er nur meine Hand nicht berühren darf. Er und mein Fräulein taugen ganz zusammen, und es ist himmelschreiend, daß der gnädge Herr seine Einwilligung nicht gibt.

Rappelkopf (rasch). Da hat er recht, wenn er sie nicht gibt. Der junge Mensch hat keine Achtung vor ihn.

Lischen. Ei bewahre, er schätzt ihn weit mehr—verzeihen Euer Gnaden, wenn ich so von Ihren Herrn Schwager spreche—aber weit mehr, als er es verdient.

Rappelkopf (für sich). Es ist, als ob sie sich alle verschworen hätten wider mich. Geduld, verlasse mich nicht! (Laut.) Ich will Ihr etwas schenken, aber sag Sie mir in der größten Geschwindigkeit alle üblen Eigenschaften Ihres Herrn.

Lischen.
In einer Geschwindigkeit, das ist ohnmöglich, gnädger Herr.

Rappelkopf.
Warum nicht?

Lischen. Weil, wenn ich jetzt diesen Augenblick anfange, ich morgen früh noch nicht fertig bin.

Rappelkopf.
Wo ich nur die Geduld hernehme, das alles anzuhören!

Lischen. Es ist schon genug, daß er ein Menschenfeind ist. Ich begreife gar nicht, wie man bei einem so großen Vermögen, einer gutmütigen Frau, einer wohlerzogenen Tochter und einem so hübschen Stubenmädchen ein Menschenfeind sein kann.