tutu. Das sein Gschichten! Aber warum sagt mir denn niemand etwas davon?
zoraide. Wann soll man denn Ihnen etwas sagen? Alle drei Wochen werden S einmal munter, hernach setzen Sie sich zum Essen und nach dem Essen legen Sie sich wieder nieder.
tutu. Ein jeder Mensch hat seine Passion, ich bin halt am lustigsten, wenn ich schlaf.
zoraide. Niemand wird diese Nacht mehr schlafen. Ein großes Freudenfest wird zubereitet, welches morgen den ganzen Tag nicht enden soll. Gedichte auf die Größe meines Verstandes müssen auf allen Straßen ausgestreut werden. Freude muß diese Insel beleben! So freuen Sie sich doch auch ein wenig mit Ihrem kanavassenen Schlafrock.
TUTU. Nu, wann ich mich nicht freu, so weiß ichs auch nicht. Vor Freuden tut mir schon ordentlich der Magen weh.
zoraide. Ich gehe jetzt, mich umzukleiden, Triumph, es ist gelungen! Durch diesen Sieg werde ich um zehn Jahre jünger. (Eilt ab.)
tutu. Und ich werd alle Augenblick älter. Jetzt richts alles zum Fest her. Im chinesischen Lusthaus wird gspeist; auf einhundertundfünfzig Personen. Und meine roßhaarenen Polster nicht vergessen. Nach Tisch wird großer Ball; wenn ich vielleicht einschlummern sollte, so wird der Menuett mit dem Paukenschlag gemacht. Meiner Tochter zu Ehren die Fopp-Deutschen. Mit Stiefel und Sporn wird nicht getanzt. Auch bittet man, keine Hunde mitzunehmen.
(Alle ab.)
16. szene
(Verwandlung. Indische Gegend. Auf einer Seite ein Feigenbaum, auf der andern eine praktikable Quelle. Im Hintergrund eine Strohhütte.)