quecksilber (sitzt auf dem Feigenbaum, sieht überall herum und steigt herab). Dem Himmel sei Dank, es kommt niemand nach. Jetzt steh ich frisch! Jetzt hab ich kein Horn, keinen Stab, keinen Gürtel, und s Stubenmädel ist auch beim Kukkuck. Mir bleibt nichts als das schöne Bewußtsein, daß ich ein Esel war und hab mich anführen lassen. Aber gloffen bin ich wie ein Windspiel. Hingegen, wie ich aussehe, das ist schrecklich! Meine Füß sind totenblaß und einen Hunger hab ich, daß ich die Goldborten auf meiner Weste aufessen möcht. Ich geh grad über den Feigenbaum, in fünf Minuten ist keine einzige mehr oben. (Er steigt hinauf.) Ach, jetzt wollen wir dem Hunger die Feigen zeigen. (Er ißt!) Prächtig! Herrlich! Klassisch! (Er pflückt einige ab und steigt herab. Seine Nase hat sich um vieles vergrößert, so daß sie noch ganz proportioniert bleibt und nicht zur Karikatur wird. Er ißt noch eine Weile fort; dann). Ich weiß nicht, mich blendet immer was vor die Augen. (Greift an die Nase.) Was ist denn das? Ich hab eine völlige Pfundnase? Oh, ich unglückseliger Mensch, was wird mir noch alles geschehen? Auf die Letzt komm ich auf dieser Insel um meine Gschenk und muß noch mit einer langen Nasen auch abziehen. Diese Nasen! Wenn ich da die Strauchen bekomm, das wird eine Todskrankheit. Wenn ich mich nur sehen könnt! Jetzt sollt ich halt in der Spiegelgassen sein. Ist denn niemand hier? He! (Klopft an die Hütte.)
17. szene
(zadi. voriger.)
zadi (von innen). Wer klopft?
quecksilber. Ich!
zadi. Was willst du?
quecksilber. Ich bitt Sie, haben Sie keinen Trumeauspiegel?
zadi. Kerl, wenn ich hinauskomme, ich schlag dir die Nase
quecksilber. Der will mir die Nasen entzwei schlagen! Diese
zadi (kommt heraus). Wart, du verdamm—Ha, ha, ha! Da seh entzwei. Nase! Frage, wie ist das möglich? ein Mensch den närrischen Kerl, wie er aussieht.