chor.
Lange herrschte Zoraide
Durch des Geistes Strahlenkranz,
Unser Jubel werd nicht müde
Zu verkünden ihren Glanz.
zoraide (stolz). Ich danke euch! Obwohl es mir durchaus keine Neuigkeit mehr ist, daß mein Witz und meine Schönheit sich mit allen weiblichen Vorzügen auf dieser Erde messen können; so will ich doch nicht so unbescheiden sein, es heute nicht noch einmal aus eurem jauchzenden Munde anzuhören.
alles. Heil Zoraide!
zoraide. Papa, nehmen Sie jetzt das Wort.
tutu. Still! ich nehm jetzt das Wort.—Alle meine Herren und Frauen, laßt euch sagen: wir sind hier versammelt, um ein Fest zu feiern, welches wir veranstaltet haben, weil meine Tochter durch die außerordentlichen Gaben ihres Verstandes, welcher sogar den meinigen noch übertrifft, dem übermütigen Fremdling, der auf unsere Insel gekommen ist, drei Zaubergaben von hohem Werte abgenommen hat.—Weil dieser Fremdling nun—nicht wahr, meine Tochter?—weil dieser Fremdling so undankbar an uns gehandelt hat, so—so—weiß ich vor Zorn gar nicht mehr, was ich reden soll. (Auf Zoraiden deutend.) Die Fortsetzung folgt.
zoraide. Hier sind die Zaubergaben. Durch dieses Horn ist unsere Insel vor jedem Überfall gesichert. Dieser Stab birgt eine goldene Welt, und diese Binde trägt mit Blitzesschnelle den, er sie trägt, an den entferntesten Ort. Alle diese Gaben werde ich vorzüglich zu eurem Glück anwenden.
alle. Heil Tutu! Heil Zoraide!
hassar. Nehmen Sie, gnädigste Gebieterin, hier die Früchte unserer Muse, welche in den größten indianischen Köpfen erst heute morgen reif geworden sind.
zoraide. Wo sind sie?
(Vier Sklaven bringen auf einer Trage einen sehr großen, aber seichten goldenen Korb, worin eine große Menge von Gedichten aufgehäuft ist von verschiedenen Farben.)