Mariandel. Schau ihn nur an, wie er aussieht.
Florian. Was er vorn für eine Blässe hat. Gnädiger Herr, schaffen
Sie vielleicht einen Melissengeist oder ein darniederschlagendes
Pulver?
Eduard. Ich danke euch; geht nur.
Florian. Der arme Mann! Gnädiger Herr, wenn Sie sollten in
Ohnmacht liegen, dürfen Sie nur läuten, wir werden gleich da sein.
Eduard. Willst du mich böse machen? (Faßt sich.) Geh, Florian!
Florian. Florian hat er g'sagt, hast das g'hört? Das ist ein
Unglück.
Mariandel. Nun, wie soll er denn zu dir sagen, wenn du so heißt, etwa Annamiedel? So geh' nur einmal!
Florian. Mariandel, mit dem ist's zu, der lebt uns keine hundert
Jahr' mehr. (Beide ab.).
Neunzehnte Szene.
Eduard (allein). Nun bin ich allein, im wahren Sinne des Wortes; denn meines Vaters Tod hat mein ganzes Glück vernichtet. Welche Wunder umgeben mich seit meiner Kindheit! Sein Körper ist durch übernatürliche Mächte plötzlich vor unsern Augen verschwunden. Er hat mir oft versprochen, nach seinem Tode große Reichtümer zu hinterlassen; doch im ganzen Hause findet sich keine Spur eines Vermächtnisses. Was soll ich beginnen? Ich finde auch keine Hilfe bei Freunden. Als den Sohn eines berüchtigten Zauberers flieht mich jedermann, was soll aus mir werden? Entsetzliche Lage! Verzweiflungsvolles Los! (Wirft sich in einen Stuhl. Es wird von unten geklopft.) Wer klopft? Herein!