Mariandel. Florian!
Florian (weint stark). Den Gugelhupf!
Mariandel. Könntest du in mein Herz sehen!
Florian. Sein Weinberl drin?
Mariandel. Nu, da hast ihn, du Vielfraß! (Gibt ihm die Schachtel.)
Kolibri (stampft). Jetzt weiter, ins Teixels Namen! (Haut Florian
mit der Peitsche unter die Füße und treibt ihn so auf den Löffel.
Alle sitzen auf, und unter dem Ausrufe: Florian leb' wohl.
Mariandel, denk' an mich! fahren sie unter Posthornschall ab.)
Achtundzwanzigste Szene. Mariandel (allein). Jetzt sind sie fort, und mich arme Köchin lassen s' allein in der Brisil. Wenn nur mein Florian nicht krank wird, er ist gar so schwächlich; ich hab' ihm mit Fleiß seine Brust recht eingemacht, weil s' so zart ist. Er hat das Frühjahr ohnedem eine Kur gebraucht, hat Molken getrunken und Plutzerbirn' dazu gegessen, half aber nicht viel. Wann er aber glücklich zurückkommt, so will ich eine Mahlzeit kochen, die sich sehen lassen soll.
Arie.
Die Ehre ist fürwahr nicht klein,
Recht eine gute Köchin z' sein;
Doch wann die Lieb' im Köpfchen schnalzt,
G'schieht's, daß die Suppe sie versalzt.
Wenn hübsche Herren bei uns speisen,
Muß unser Herr die Zimmer weisen,
Doch oft, mit ganz zerstreutem Sinn,
Stehn s' mitten in der Kuchel drin.
Da sagen s' gleich: "Schöne Mariandel,
O gib mir doch dein liebes Handel!"
Doch ich, ich dreh' mich nicht herum,
Und rühre meine Zuspeis' um.
Will einer Liebe mir beweisen,
Und Küsse von den Lippen speisen:
Bei dem wird meine Treue kund,
Dem wisch' ganz höflich ich den Mund.