Longimanus (zu Pamphilius). Laß ihnen meine zwei alten Drachen einspannen, die ich vor meinem Galawagen habe, das sind doch ein Paar sichere Tiere.
Pamphilius. Mächtiger Herrscher, das ist unmöglich! Der Handige hat sich einen Flügel gebrochen.
Longimanus. Da hast es ja. Das ist von dem g'schwinden Fahren. Jetzt darf ich wieder langmächtig suchen, bis ich einen gleichen dazu krieg'. Weißt du was? Fahr du in einem Luftballon, und wo er mit dir niedergeht, dort probier' dein Glück. Geht's hinüber in die Schupfen um einen Luftballon, der Kolibri soll kutschieren.
(Pamphilius geht ab.)
Longimanus. Also viel Glück! Für ein schön's Wetter werd' ich schon sorgen, und wollt Ihr andere Kleider, nur drüben mein' Schneider sagen, in fünf Minuten sind sie fertig.
Eduard. Hoher Geisterfürst! Mit mutigem Vertrauen trete ich meine
Reise an, mein höchstes Glück liegt in deiner Hand.
Florian. Mächtiger Zauberfürst und wohlgeborner Zechmeister der löblichen Geisterzunft! Mit der entsetzlichsten Tremarola tret' ich meine Reise an; haben Sie Mitleid mit meiner schwachen Konstitution, und denken Sie, daß ein Mensch keine solchen Schmerzen mehr auszustehen vermag, der sich erst vor kurzem noch so herumgepudelt hat.
Longimanus. So wart' Er noch ein wenig! Das ist ein närrischer
Mensch! Es geschieht Ihm ja nichts, wegen was lamentiert Er gar so?
Florian. Sehen Euer Herrlichkeit, mir ist nur, wenn ich eine verrissene Physiognomie bekäme, meine Mariandel schauet' mich in ihrem Leben nicht mehr an.
Longimanus. Was ist denn das für eine Person, die Mariandel? Ist s' denn gar so hübsch?