Eduard. Aus allem, was ich gehört habe, schöpfe ich wenig Hoffnung, ein Mädchen hier zu finden, welches die strengen Anforderungen meines zauberischen Gönners erfüllen wird. Solch ein unnatürlicher Zwang erweckt Verschlossenheit, und Verschlossenheit ist die Mutter der Lüge. Doch sieh, dort kommen einige Frauenzimmer! Ich will mein Glück versuchen, Florian, halte dich standhaft.
Florian. Um alles in der Welt, Gnädiger, sein Sie menschlich! Denken Sie, solange Sie eine bei der Hand halten, halten Sie mich beim Schopf; nur gleich wieder auslassen.
Zwölfte Szene.
Vier verschleierte Mädchen erscheinen, von zwei Mohren begleitet.
Sie prallen bei Eduards Anblick etwas zurück. Vorige.
Eduard. Tulpe der Schönheit, verzeihe einem Fremdling, der es wagt, dir seine höchste Verehrung darzubringen.
Florian. Mir ist, als wenn ich ausg'führt würde.
Osillis. Ein artiger Mann.
Amazilli. Welch sonderbare Tracht?
Eduard. Erlaube mir, deine reizende Hand zu küssen. (Ergreift ihre Hand.)
Florian (schreit). Uijegerl! Ausgelassen! (schwächer) Auslassen!
(Seufzt.)
(Eduard läßt ihre Hand los.)