Dumont. Unschuldige Freuden der Natur. Von dieser Seit muß sich das Bild noch schöner machen. Stell dich dort hin. Ich will dich gans von ferne sehen.

Weib. Hören S' auf! Was sehen S' denn jetzt an mir? Hätten S' mich vor vierzig Jahren angschaut. Jetzt bin ich schon ein altes Weib.

Dumont. Das machen deiner Schönheit eben aus. Du sein vortrefflich alt. Au contraire, du sollen noch mehr Falten haben.

Weib. Warum nicht gar. Mein Mann sein die schon zu viel.

Dumont. Du sein wahrhaft aus der niederländischen Schule.

Weib. Ah beleib. Ich bin ja gar nie in die Schul gegangen.

Dumont. Ick hab einer ganzer Sammlung solcher alter Weiber zu
Haus.

Weib. Jetzt ists recht. Der sammelt sich die alten Weiber, und die andern wären froh, wenn sie s' losbringeten.

Dumont (nimmt einen runden kleinen schwarzen Spiegel aus der
Tasche, dreht sich um und läßt die Gegend abspiegeln). O quel
contraste! Das Schloß! Der Wald! Der Weib! Der Ochsen auf der
Flur! O Natur, Natur! Du sein groß ohne Ende.

Weib. Der Mensch muß narrisch sein. Jetzt schaut er sich in
Spiegel und sieht Ochsen drin.