Dumont. Hier hast du einen Dukaten. Jetzt hab ich dich genug gesehen. (Gibt ihr ein Goldstück.)

Weib (rasend erfreut). Ah Spektakel! Ah Spektakel! jetzt schenkt er mir gar ein Dukaten. Euer Gnaden, das ist ja z'viel, ich trau mir ihn gar nicht zu nehmen. Für was denn? sagen S' mirs nur.

Dumont. Dein Anblick hat mir sehr viel Vergnügen verschafft.

Weib. Nein, das hätt ich meinen Leben nicht geglaubt, daß ich mich in meinen alten Tagen sollt noch ums Geld sehn lassen. Ich dank vieltausendmal. (Küßt ihm die Hand.) Euer Gnaden verzeihen S'—Ich bitt Ihnen—hab ich Ihnen denn wirklich gfallen?

Dumont (muß lachen). O, du gefallen mir außerordentlich.

Weib (verschämt). Hören S' auf. Sie konnten ein altes Weib völlig verruckt machen. Nein, wenn das mein Mann erfahrt, der erschlagt mich heut aus lauter Freud. Ich sags halt. Wenn man einmal recht schön war und man wird noch so alt, es bleibt doch allweil noch a bissel was übrig. (Trippelt ab.)

Dumont (sieht ihr nach). Ha! wie sie schwankt. Wie ein alter
Schwan! Ich sein so aufgeregt, daß mir jeder Gegenstand gefallen.

Sechster Auftritt

Voriger. Rosa will mit einem Kaffeegeschirr nach dem Garten.

Dumont. Ah ma belle Rosa!