Juwelier. Betrachten Sie ihn nur.
Flottwell. Nein, er ist mir so zuwider, daß ich ihn zum Fenster hinauswerfen könnte.
Juwelier. Das werden Sie wohl bleibenlassen, denk ich!
Flottwell. Das werd ich nicht. Da liegt er! (Schleudert ihn zum
Fenster hinaus.)
Juwelier (erschrocken). Ums Himmels willen! der Schmuck beträgt zweitausend Taler!
Flottwell (stolz). Ist Ihnen bange? Lumpengeld! Sie sollen es erhalten! Warten Sie! (Er eilt ins Kabinett.)
Juwelier. Das ist ein Wahnsinn, der mir noch nicht vorgekommen ist. Ich hol den Schmuck herein! (Läuft ab.)
(Man sieht den Bettler vor dem Fenster, welcher den Schmuck aufgehoben hat, ihn gen Himmel hält und singt.)
Bettler.
Habt Dank, habt Dank, ihr guten Leute,
Daß ihr so reichlich mich beschenkt,
Mein Herz ist ja des Kummers Beute,
Durch eigne Schuld bin ich gekränkt.
(Er entfernt sich durch die Säulen und wiederholt noch die letzten Worte in der Ferne.)