Flottwell (ohne genau hinzusehen). Gibt es eine schönere
Aussicht? (Er erschrickt, als er den Bettler sieht.) Ha!
welch ein Bild. Ein sonderbarer Zufall! (Diese Worte spricht
Flottwell schon unter der leise beginnenden Musik.)

Chor von Gästen (für welche sämtlich der Bettler nicht sichtbar
ist).
Oh, seht doch dieses schöne Tal,
Wo prangt die Erd durch höhern Reiz?
Dem Kenner bleibt hier keine Wahl,
Der Anblick übertrifft die Schweiz.

Bettler.
Nicht Sternenglanz, nicht Sonnenschein
Kann eines Bettlers Aug erfreun.
Der Reichtum ist ein treulos Gut,
Das Glück flieht vor dem Übermut.

Flottwell (welcher immer nach dem Bilde hingestarrt hat, zu Wolf). Jagt doch den Bettler fort, warum laßt ihr ihn hier so nah beim Schloß verweilen?

(Der Bettler steht auf und geht an der Seite, wo er sitzt, über den Hügel durch das niedere Gesträuche in die Szene.)

Wolf. Welch einen Bettler? Wir bemerken keinen.

Flottwell. Da geht er hin! (Starrt ihm nach.)

Wolf. Er spricht verwirrt.

(Amalie wird unwohl.)

Klugheim. Gott im Himmel! meine Tochter.