Bettler (hebt ihn auf. Laut jammernd) Zu wenig ists für mich, mein Elend ist zu groß. Ich laß nicht ab, der Welt mein Leid zu klagen (zwischen dem Eingang) und ruf die Menschheit zwischen uns zum Richter auf.

Flottwell. Verstummst du nicht durch Gold, so mach dich Stahl verstummen. Schweig! oder ich durchbohre dich! (Er zieht den Degen und durchsticht ihn.)

Bettler (bleibt stehen). Mörder! Dein Wüten ist umsonst! Du hast mich nicht verwundet. Was ich begehrt, kann mich versöhnen nur. (Nochmal bittend.) Oh, möchtest du doch jetzt in meine Bitte willgen.

Flottwell (hartnäckig). Du willst mich zwingen? Nie!

Bettler (halblaut rufend). So flieh, Verschwender, flieh! Doch mir entfliehst du nicht, und an der Themse sehen wir uns wieder! (Ab.)

(Der Mond verbirgt sich hinter den Wolken. Man hört den Wind brausen. Blitze leuchten.)

Flottwell. Als ich ihm dort im Mondlicht in das bleiche Antlitz starrte, ergriff es mich, als säh ich meines Vaters Geist. Die Nacht wird stürmisch. Ha! Ein Schatten fliegt daher!

Neunzehnter Auftritt

Voriger. Amalie, in einen Mantel gehüllt, den Kopf mit einem
Männerhut bedeckt, tritt atemlos ein.

Flottwell. Bist du es, Wolf?