Flottwell. Hinweg von mir! je länger ich dich schaue, je greulicher kommt mir dein Anblick vor. Dring ihn nicht auf, ich will dich nie mehr sehen.
Bettler. Es steht bei Ihnen, gnädger Herr, mich gänzlich zu
verscheuchen. Doch müßten Sie dafür ein großes Opfer bringen.
Oh, geben Sie die Hälfte dieses Schatzes nur, den Sie auf
Ihrer Brust verbergen, und niemals hören Sie mich mehr zu
Ihren Füßen wimmern.
Flottwell. Habgieriges Gespenst! Hat Satan dich verflucht, daß du der Erde Gold sollst nach der Hölle schleppen? So ein frech Begehren kann ja Wahnsinn kaum erfinden. Ein Bettler, der um Millionen flehet!
Bettler. Vernünftger ists, sie zu begehren, als sie wie du vergeuden.
Flottwell. Wie wagst dus, mich zur Rechenschaft zu ziehen?
Du undankbarer Molch, den ich so reich beschenkt!
Bettler. Nie wird ein Bettler müd, den Reichen zu beneiden.
Flottwell. Wie Hundgeklaffe bei des Diebs Erscheinen schallt sein Gebelfer durch die Nacht!
Bettler (gegen den Eingang rufend). Oh, hör es, Welt! Oh, hört es, Menschen alle! Der überreiche Mann läßt einen Bettler darben.
Flottwell (halblaut). Dies gräßliche Geschrei wird mich am End verraten. Schweig doch und nimm dies Gold, um deine Gier zu stillen. (Er wirft ihm einen Beutel hin.)
(Ferner Donner.)