Valentin. Nu, man nimmts halt mit, solang als Gott will. Aber
Euer Gnaden scheinen mir gar nicht zufrieden zu sein.
Flottwell. Nicht wahr, ich hab mich sehr geändert?
Valentin (verlegen). Ah nein! nein! Euer Gnaden schauen gut aus— gut—recht gut. A bissel strapaziert, aber—(Beiseite.) Das kann man ja einen solchen Herrn nicht sagen.
Flottwell. Mein guter Valentin, nun kann ich dich nicht mehr beschenken.
Valentin. Beschenken? Euer Gnaden werden mich doch jetzt nicht mehr beschenken wollen. Da müßt ich Euer Gnaden richtig völlige Grobheiten antun. (Faßt sich.) Bitt um Verzeihung! Ich red manchmal, als wenn ich Hobelschatten im Kopf hätt. Seit ich wieder Tischler bin, hab ich mein ganze Politur verloren.
Flottwell (für sich). Soll ich mich ihm entdecken?
Valentin (für sich). Ich trau mir ihn gar nicht zu fragen.
Mir scheint, er ist voll Hunger.
Flottwell. Gehst du nach Hause?
Valentin. Nein! Ich soll im Wirtshaus drüben die Tür zusammnageln, weil s' gestern einen hinausgeworfen haben, und da ist er ihnen a bissel angekommen an die Tür, und da hat s' einen Sprung kriegt. Und dann hab ich der Schulmeisterin eine neue Linier machen müssen. Sie hat s' an ihren Mann abgeschlagen, weil sie ihn manchmal liniert.
Flottwell (kämpft mit sich, seufzt, greift sich an die Stirne und sagt dann). Nun so leb wohl! (Will gehn.)