Valentin (noch gereizter). Die Stimm—das wird doch nicht?
(Er zittert.) Sie, hören S'—das wär entsetzlich Bitt um
Verzeihung! Sie, kennen Sie das Schloß?

Flottwell (gerührt). Ob ich es kenne, Freund? Es war ja einst mein Eigentum!

Valentin (schreit rasch). Mein gnädger Herr! (Eine Mischung von Freude, Wehmut und Erstaunen macht ihn erzittern, er weiß sich nicht zu fassen. Ruft noch einmal.) Mein gnädger Herr! (Die Tränen treten ihm in die Augen, er küßt ihm stumm die Hand.)

Flottwell. Wer bist du, Freund?

Valentin. Der Valentin. Kennen mich Euer Gnaden denn nimmermehr? Der Tischlergsell, der einmal bei Ihnen gearbeitet hat und den Sie als Bedienten aufgenommen haben, weil er Ihnen so gut gfallen hat.

Flottwell (gutmütig). Valentin? der gute ehrliche Valentin.
Und du erinnerst dich noch meiner?

Valentin. Ob ich mich erinnere? O Gott! Euer Gnaden waren ja so gut mit mir und haben mir ja so viel geschenkt. Einen Dukaten hab ich mir noch aufgehoben, (gutmütig) aber die andern hab ich alle ausgegeben.

Flottwell. Und geht es dir gut?

Valentin. Nu mein! Wies halt einen armen Tischler gehn kann.
Auf dem Land ist ja nicht viel zu machen. Ich bin zufrieden.

Flottwell. Dann bist du glücklich!