Valentin. Das ist freilich eine traurige Geschichte, aber es ist halt notwendig, daß man s' erfahrt. Aber verzeihen mir Euer Gnaden, Euer Gnaden sein doch ein bissel selber schuld. Es schickt sich nicht, daß ich das sag. Aber ein Herr, der so dagestanden ist wie Euer Gnaden—Es ist zum Totärgern—Ich kann mir nicht helfen, ich red halt, wie ichs denke.
Flottwell. Du hast recht. Oh, jetzt erst treten alle Warnungen vor meine Seele, die ich aus Stolz und Übermut verschmähte, Cheristane und das grauenvolle Bild des geheimnisvollen Bettlers, der mich so lange Zeit verfolgt und dessen Abkunft ich wohl nie enträtseln werde.
Valentin. Nun sein Euer Gnaden nur beruhigt. Wie ich gesagt hab. Alles, was in meinen Kräften steht. Haben Euer Gnaden nur die Gnad und gehen Euer Gnaden derweil allergnädigst in das andere Zimmer hinein, daß wir da ein wenig zusammenräumen können. Es schaut gar so innobel aus. Schauen sich Euer Gnaden ein wenig um drinnen. Da werden Euer Gnaden etwas darin sehen, was Euer Gnaden gewiß erfreuen wird. (Er geleitet ihn bis an die Tür.)
Flottwell. O Dienertreu, du gleichst dem Mond, wir sehen dich erst, wenn unsere Sonne untergeht. (Ab.)
Valentin. Das ist eine schöne Rede, aber ich hab sie nicht verstanden. Lisi, Kinder, gehts herein!
(Liese. Hiesel. Hansel.)
Liese. Was befiehlt der Vater?
Valentin. Habt ihr euren Vatern gern?
Alle drei. Ja!
Valentin. Wollt ihr ihm eine Freude machen?