Hades (aus der Tiefe, naht sich langsam dem Lager Phalarius').
(Feierlich.)
Gib mir zurück die Kron', du bleiches Heldenhaupt.
(Nimmt sie ihm ab.)
Da liegt der stolze Baum, zersplittert und entlaubt.
Hell glänzt die Kron', nun will die gier'ge Welt ich fragen;
Wo ist der Kühne wohl, der sie nach ihm will tragen?

(Versinkt.)

Einunddreißigste Szene.
(Reichverzierter beleuchteter Thronsaal.)

Der Thron befindet sich in der Mitte des Hintergrundes. Durch die Säulen des Saales sieht man in einen reizenden, ebenso beleuchteten Garten. Kreon auf dem Thron. Alle Edlen seines Reiches umgeben ihn jubelnd. Im Vordergrunde auf der einen Seite Ewald mit der Fackel und Simplizius, Lucina, Atritia und zwei Genien, die auf einem Kissen eine Krone tragen, auf der entgegengesetzten Seite Triumphmusik.

Alles. Dank den Göttern! Ew'ges Glück unserm teuern König Kreon!

Kreon. Heil, meinen edlen Freunden, es stürmt mein Herz, mein Auge perlt Freude! Nehmt eures Königs frohen Dank, der sich in eurer Mitte überglücklich fühlt.

(Alles kniet in schönen Gruppen um den Thron.)

Alle. Heil unserm guten König!

Ewald. Arme Fackel, deine Macht ist übertroffen; an diesem Anblick kannst du nichts verschönern.

Simplizius. Das ist mir der liebste König von allen, die ich heut noch g'sehn hab'.