Kreon. Man zahle ihm tausend Goldstücke aus!

Simplizius (beiseite). Ich hab's ja gleich g'sagt, daß mir das der
Liebste ist. (Laut.) Ich küss' die Hand, Eure Majestät. (beiseite.)
Jetzt richt' ich eine Schneiderwerkstatt auf und heirat' die Göttin,
das wird ein himmlisches Leben werden.

Kreon (zu Ewald). Dich, Fremdling, werde ich stets an meinem Hose ehren und durch ein Amt belohnen.

Ewald. Mein großer König, Dank!

Lucina. Mögt ihr doch lange noch verdientes Glück besitzen,
Lucina wird euch stets mit Huld und Lieb' beschützen.

(Ein rosiges Wolkenlager senkt sich nieder, von Genien umflogen.
Lucina legt sich in zarter Stellung auf dasselbe und schwebt in die
Luft. Kreon besteigt den Thron. Alles gruppiert sich. Griechische
Tänzer und Tänzerinnen führen Gruppen aus, von folgendem Chore
begleitet:)

Chor.
Schmückt mit Freude diese Hallen,
Laßt des Jubels Ruf erschallen,
Heil Lucina! Heil Kreon!
Tugend findet froh den Lohn.

(Der Vorhang fällt.)

Ende dieses Projekt Gutenberg Etextes Die unheilbringende Krone, oder König ohne Reich, Held ohne Mut, Schönheit ohne Jugend, von Ferdinand Raimund.

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