Simplizius. Wollen Sie s' nochmal sehn? (Hält die Fackel zum Fenster herein.) Da sind sie! (Das Zimmer wird wie vorher reich möbliert.)

Riegelsam (stürzt mit ausgebreiteten Armen darauf hin). Halt, jetzt lass' ich sie nicht mehr aus.

Simplizius (zieht die Fackel zurück).

(Schnelle Verwandlung.)

Simplizius. Halten Sie s' fest.—So rächt sich Simplizius, der
Verschuldete.

Achtzehnte Szene. Riegelsam (der bei der Verwandlung betroffen zurückfuhr, springt nun wütend auf das Fenster zu, welches Simplizius ihm vor der Nase zuschlägt). Spitzbuben! Gesindel! Räuber! Mörder! Dieb'! (Schlägt die Fensterscheiben ein.) Ich zerplatz' vor Zorn. Ich muß ihnen nach. (Will zum Fenster hinaus und bleibt stehen.) Ich kann nicht durch, ich bin zu dick, ich erstick'! Was seh' ich! O höllische Zauberei, sie fliegen auf einer Wolken davon. Die prächtigen Kleider, der Schneider strotzt vor Silber, wenn ich s' ihm nur herabreißen könnt'. Meine fünfhundert Taler. Ich werd' unsinnig, ich spreng' mich in die Luft. Nein, ich spreng' die Tür' ein. (Er tut es.) Hilfe! Hilfe! Räuber! Dieb'! Wache! (Ab.)

Neunzehnte Szene. (Großer Platz in Massana, im griechischen Stil erbaut. Seitwärts der königliche Palast. Stufen führen aufwärts, auf welchen der Genius des Todes, ein bleicher Jüngling mit der umgekehrten ausgelöschten Fackel, mit geschlossenen Augen sitzt. Viele Personen in Trauer, viele nicht, gehen händeringend herum über die Straße.)

Kurzer Chor.
Jammer, sag', wann wirst du scheiden,
Von Massanas Unglücksflur;
Große Götter, hemmt die Leiden,
Eure Macht vermag es nur.

(Gehen trauervoll ab.)

Zwanzigste Szene.
Lucina (kommt und betrachtet mit Wehmut den Palast). Genius des
Todes.