Arete. Betrachte mich; ich bin ein Mädchen. Wir haben zwar große Ursache, uns zu fürchten, man hat heute ein Erdbeben verspürt, daß die Stadtmauern erzittert haben.
Simplizius. Jetzt, wenn die Stadtmauern schon zum Zittern anfangen, was soll denn unsereiner tun?
Arete. Warum bist du denn aber eigentlich nach Massana gekommen?
Simplizius (zittert). Weil ich das Land erretten muß.
Arete. Du? Ach, ihr guten Götter, wenn du dich nur nicht vorher zu
Tode zitterst.
Simplizius. Glaubst? Das war' sehr fatal.
Arete. Armer Narr, du dauerst mich.
Simplizius. Ich dank' ergebenst. Das Mädel wär' so hübsch, wenn mir nur nicht die Knie zusamm'schnappeten; ich fanget aus lauter Angst eine Amour an.
Arete. Warum blickst du mich so forschend an, was wünschest du?
Simplizius (für sich). Wenn sie nur in der G'schwindigkeit eine
Leidenschaft zu mir fasset, so könnten wir heut vormittag noch
durchgehn, da käm' ich doch auf gute Art aus dem verdammten Land.
Sag' mir, liebes Kind, was fühlst du eigentlich für mich?