Ewald (für sich). Sanftmut lauscht in ihrem Auge—
Atritia. Täusche dich nicht.
Ewald (für sich). Und zeigt den Weg zu ihrem Herzen.
Atritia. Es ist zu fest verschlossen.
Ewald (für sich). Ich muß mein Glück benützen.
Atritia. Du kommst mir nicht herein, das sag' ich dir.
Ewald. Schönes Mädchen, eröffne doch die Pforte, ich will so leise über ihre Schwelle gleiten, als schlich' ein Seufzer über deine süßen Lippen.
Atritia. Er ist ein feiner Mann und hat mich süß genannt, nun kann ich ihm denn doch nichts Bittres sagen. Gern ließ' ich dich herein, doch darf ich nicht.
Ewald. Wer hat es dir verboten?
Atritia. Meine Muhme, sie sagt; du lassest keinen Mann mir über diese Schwelle treten. Es ist ein hart Gebot, doch muß ich es befolgen, sonst würd' ich gern in deiner Nähe sein, denn du gefällst mir wohl.