Dardonius. Wohlan, so schmücket ihn damit.

(Die Krieger brechen einen Lorbeerzweig von den Bäumen und winden einen Kranz.)

Simplizius. Sie, Freund—(zu Ewald) soll ich denn das Gestrauchwerk annehmen? Das ist ja nicht zwei Groschen wert.

Ewald. Was für ein Gesträuch?

Simplizius. Ein' Lorbeer wollen s' mir geben, da wär' mir ein
Spenat noch lieber. Mir scheint, sie wollen mich prellen, was?

Ewald. Was fällt Ihnen denn ein, ein Lorbeer ist die höchste Auszeichnung, nach der die größten Männer aller Zeiten je gerungen haben.

Simplizius. Nach dem Lorbeer? Nun der muß schön herunter kommen sein, jetzt nehmen sie ihn schon gar zum Lungenbratl.

Ewald. Lassen Sie sich doch belehren. Sie rauben ja der Menschheit ihren Adel.

Simplizius. Ist denn die Menschheit von Adel, das hab' ich auch nicht gewußt.

Ewald. O Vernunft, wie erhöht der Umgang mit den Tieren deinen Wert.