Höfling (leise zum König). Er ist verstandlos und gemein.
Dardonius. Gleichviel. So lohnen wir die Tat, nicht den, der sie beging. Erhebet ihn und tragt ihn im Triumphe nach dem Tempel, dort schmückt ihn, wie die Sitte es erheischt. Leb' wohl, mein Held, ich folge bald.
(Die Krieger bilden mit ihren Schildern eine Treppe.)
Simplizius. Nein, was sie mir für eine Ehr' antun, zuerst tragen s' die Wildsau und nachher mich.—Da hinauf? Ah, das wird ein Triumph werden, wenn sie mich da herunterfallen lassen, da werd' ich auf meinen Lorbeern ruhn. (Steigt hinauf.)
Krieger. Es lebe Simplizius.
Simplizius. Jetzt heben s' mich auf einen Schild. Da heißt's beim grünen Kranz. Eine schöne Aussicht hat man da heroben. Nur Obacht geben, sonst heben wir noch was auf. (Der Marsch beginnt, man will ihn forttragen, er schreit.) He, Sapperment, ich hab' noch was vergessen. Halt, halt, die ganze Armee soll halten! (Man hält.) Euer Majestät, ich bitt', auf ein Wort.
Dardonius (tritt näher). Was verlangst du?
Simplizius (zu Ewald). Sie, kommen S' ein bissel her. Euer Majestät erlauben, daß ich Euer Majestät bei meinem Freund aufführ', er wünscht dero Bekanntschaft zu machen, und aus lauter Triumph hätt' ich bald drauf vergessen. Ha, ha, ha, empfehl' mich. (Zu den Kriegern.) Nur vorwärts mit dem Zug.
Chor (der Krieger).
Dank dem Helden, den die Götter
Mit des Löwen Mut gestählt,
Und den zu des Landes Retter
Gnädig waltend sie erwählt.
(Alles ab, bis auf)