Dritte Szene.
Voriger. Gluthahn. Alzinde.

Gluthahn (hat Alzinden an der Hand, geht zur Türe herein). Euer
G'streng' verzeihen, ich möcht'—(zu Alzinden.) So geh herein,
mein liebe Alte, laß dich nicht so ziehen, es nützt dich nichts.
(Zieht Alzinden herein.)

Alzinde. Sklavin bin ich eines Sklaven.

Hänfling. Nun, was ist das für ein Auftritt? was will das
Lumpenpack?

Gluthahn. Werden Euer G'streng' nur nicht gar so ungnädig, ich bin der alte Gluthahn von der Windalm hint', und möchte gern mit dem gnäd'gen Herrn vom Haus hier reden; er kennt mich schon, ich bin sein Holzlieferant, und wenn er unsre Alm besteigt, so bleibt er bei mir über Nacht.

Hänfling (für sich). Das ist eine Bettelei. (Laut.) Er ist nicht hier.

Gluthahn. Ei jawohl, ich hab' ihn ja am Fenster g'sehn.

Hänfling. Er ist doch nicht hier, und wenn Er ihn an allen
Fenstern zugleich gesehen hätte.

Gluthahn. Ja so—(Heuchlerisch.) Bitt' gar schön, Euer G'streng', erlauben S' ihm's, daß er hier sein darf.

Hänfling. In solchem Anzug lass' ich niemand vor. Was hast du mit dem Weibe da, was drückst du ihr die Hände so zusammen?