Alzinde (welcher Gluthahn mit der linken Hand beide Hände zusammenklammert und sie so hält, spricht unruhig). O Fremdling, nimm dich meiner an.

Gluthahn (heimlich zu ihr). Wann's du was sagst zu ihm, ich bring' dich um.

Alzinde (reißt sich los von ihm und stürzt zu Hänflings Füßen).
Laß mich—(zu Hänfling) Fremdling, höre mich.

Hänfling (stößt sie von sich). Was willst du, schmutz'ge Bettlerin?

Alzinde (steht plötzlich stolz auf). Nichts von dir, gar nichts, Freund. Ich habe dich verkannt. (Setzt sich in einen Stuhl und seufzt.) Ach! (verhüllt ihr Antlitz.)

Gluthahn (schadenfroh). Das ist dir recht g'sund.

Hänfling. Was will das Weib?

Gluthahn. Mit Ihrem gnäd'gen Herrn möcht' s' reden.

Hänfling. Das kann nicht sein, packt euch jetzt fort, er ist nicht hier.

Gluthahn. Er wird gleich kommen. Euer G'streng' haben ein kaltes Gemüt, ich seh's schon, ich werd' Euer G'streng' so sechs Stoß harts Holz hereinführen, das gibt eine rechte Glut, da taut der Mensch schon auf. (Fein.) Euer G'streng', mir scheint, ich hör' ihn reden drin, auf die Letzt ist er doch zu Haus.