Gluthahn. Der Himmel ist mein Zeug', ich hab' sie im Wald drauß' g'funden und hab' s' herflattiert.
Rossi. Das ist Unwahrheit, ich selbst bin Zeuge, wie das Weib mir sagte, du hättest sie geraubt, gebunden und zu mir geschleppt.
Gluthahn. Mein', mein', Euer Gnaden, wie man das nimmt, mit ein' jedem Weibsbild ist's eine Schlepperei, weil sie nicht so schnell kann gehn, als wie ein Mann, und das ganze Weib kann gegen mich nicht zeugen, die g'hört in' Narrenturm und nicht vors Gericht. Ja, so viel kenn' ich schon, Euer Gnaden, wenn ich auch kein Juri hab' und kein Just nicht.
Amtmann. Also im Walde hast du sie gefunden? Um welche Zeit?
Gluthahn. Um neun Uhr, Euer Gnaden.
Amtmann (zu Hans). Hervor!—Wann hast du das Weib in deiner
Hütte verlassen?
Hans. Um neun Uhr, Euer Gnaden.
Amtmann (zu Gluthahn). Also hast du gelogen?—Gerichtsdiener, he!
Gluthahn (mit Angst). Nein, halten Euer Gnaden, ich hab' nicht g'logen, sie war in der Hütten, aber die Hütten steht ja im Wald, so hab' ich sie ja g'funden im Wald.
Amtmann. Wart', du abgefeimter Schurke.—Du hast sie also aus der Hütte geraubt, auf den Wagen gebunden und hierher geführt?