[64] Annalen der Physik und Chemie. Neue Folge von G. Wiedemann, Bd. IV, 1878, S. 585 u. ff.

[65] Memorabilia Tigurina. Zürich 1742. S. 490. Siehe auch S. Vögelin, das alte Zürich. 2. Aufl. I. Bd. an verschiedenen Orten.

[66] Vergl. auch: E. Gerland. Ueber die Erfindung der Pendeluhr. Bibliotheca mathematica. 5. S. 234–247. 1904.

[67] Albèri, Le Opere di Galileo, t. XIV, p. 339: „dellʼOriuolo a Pendolo.”

[68] Albèri l. c. veröffentlichte die Zeichnung in seiner Gesamtausgabe der Werke Galileiʼs; ebenso geben Biedermann (Bericht über die Ausstellung wissenschaftlicher Apparate. London 1877) und andere eine Kopie davon.

[69] Die Beschreibung, welche Viviani gibt, lautet: „Il quale (das Pendel) stando fermo tratteneva il discender di quello (des Gewichtes), ma sollevato in fuori e lasciato poi in libertà, nel passare oltre il perpendicolo, con la più lunga delle due code annesse allʼimpernatura del dondolo, alzava la chiave che posa ed incastra nella ruota delle tacche, la quale tirata dal contrappeso, voltandosi con le parti superiori verso il dondolo, con uno deʼ suoi pironi calcava per disopra lʼaltra codetta più corta, e le dava nel principio del suo ritorno uno impulso tale, che serviva dʼuna certa accompagnatura al pendolo, che lo faceva sollevare fino allʼaltezza donde sʼera partito; il qual ricadendo naturalmente, e trapassando il perpendicolo, tornava a sollevare la chiave, e subito la ruota delle tacche, in vigore del contrappeso, ripigliava il suo moto seguendo a volgersi e spignere col pirone susseguente il detto pendolo; e così in un certo modo si andava perpetuando lʼandata e tornata del pendolo, sino a che il peso poteva calare a basso.”

[70] „Huygens,” (sprich: Heuchens) nicht „Huyghens,” ist die richtige Schreibweise, denn so schreibt sich der Gelehrte selbst. Im physikalischen Kabinett des Collège de N. D. de la Paix zu Namur befinden sich drei von H. geschliffene Linsen, in welche er auch seinen Namen in folgender Weise eingeritzt hat: C. Huygens 15. Mai 1695; C. Huygens 12. Juni 1685; Chr. Hugenius ao 1685. 24. Juli. Heller II. S. 180.

[71] Es war bei den Gelehrten des 17. Jahrhunderts vielfach Uebung, zur Wahrung der Priorität einer Entdeckung dieselbe in ein rätselhaftes Gewand zu kleiden, so daß für jeden Nichteingeweihten ein unverständlicher Sinn herauskam. Galilei veröffentlichte die Entdeckung der „Dreigestaltigkeit” des Saturn in seinem Sidereus nuntius (Sternenbote) unter folgendem Anagramm: „SMAISMRMILMEPOETALEVMIBVNENVGTTAVIRAS.” Kepler versuchte sich lange umsonst daran, um endlich einen falschen Satz zu finden, bis Galilei auf wiederholte Bitten das scheinbar sinnlose Buchstabengewirr las: „Altissimum Planetam tergeminum observavi.” (den äußersten Planeten habe ich dreigestaltig gesehen). Als er aber später denselben wieder beobachten wollte und nun nichts Auffälliges mehr bemerkte (weil eben die Stellung ungünstig war), soll er, ärgerlich über die vermeintliche Täuschung, Saturn keines Blickes mehr gewürdigt haben. In ähnlicher Weise gab auch Huygens der gelehrten Welt ein Rätsel auf: a a a a a a a c c c c c d e e e e e g h i i i i i i i l l l l m m n n n n n n n n n o o o o p p q r r s t t t t t u u u u u. Es ist nun ganz klar, daß eine Lösung für jedermann vollständig unmöglich ist, außer für den Verfasser; denn wie die Kombinationslehre zeigt, sind hier viele tausend Billionen Lösungen möglich (die Zahl, welche entsteht, hat ca. 64 Stellen!), von denen doch nur eine richtig sein kann. In der oben genannten Schrift wird diese Lösung gegeben: „Annulo cingitur, tenui, plano, nusquam cohærente, ad eclipticam inclinato,” d. h.: Er (Saturn) ist umgeben von einem dünnen, ebenen, nirgends mit ihm zusammenhängenden, gegen die Ekliptik geneigten Ringe. Die modernen Teleskope, welche weite Tiefen des Himmels durchdringen, beweisen uns, daß dieses Gebilde aus wenigstens drei von einander getrennten Ringen besteht; über ihre wirkliche Beschaffenheit dagegen sind wir noch nicht ins klare gekommen.

[72] Lebte 1605–1694 als französischer Geistlicher und Gelehrter und stand mit Huygens in lebhaftem Verkehr. Er verfaßte u. a.: Ismaelis Bullialdi Astronomia philolaica, Paris 1645, worin er z. B. auch von der Gravitation spricht.

[73] l. c. p. 601.