Marie. Fasse — halte — leite mich, Vater . . .

Albert. Geht Dir der Athem aus auf halbem Wege?! — Die Bagatelle, Vater, welche Euch erzürnt, bleibt in unserm und in Questenberg's Interesse den Lauschern fremd. — Wovor deswegen Anstand nehmen?! — Marie, kannst Du für ein Fantom, das Deine kranken Nerven spannt, den einz'gen Freund verachten, welchen die Natur, das Schicksal Dir gesandt!

Vierte Scene.

Frau Ziemens. Albert.

Frau Ziemens. Begieb Dich, Albert. — Gewalt stürmt nicht die Schranken ihres Herzens.

Albert. Memme! Memme!

Frau Ziemens. Geduld, mein theurer Freund.

Albert. Ehrt sie die Tugend mit Verdammniß! — — Oder denkst Du, ich bin ein Sclav' des Elends, nahm das schnöde Geschenk ohne Bewußtsein von Verdienst? Auf zu Questenberg, Memme; dort hör', welch' christlich Werk den Bettelstolz der plumpen Welt durch mich erhöht?!

Frau Ziemens. Begieb Dich. (Die Scene verdunkelt sich etwas.)

Albert. Wo ist sie? — fort — sie ist fort?! — Ihr war's möglich — sie konnte — Ich allein! grausam überliefert, überlassen der Hölle?! — Das endet nimmer gut, bleichsichtige Giftmischerin — (Ein Messer ziehend.) Teufel und Engel tauschen ihre Masken — die sanftmüthige Taube wird zur Hyäne . . .