Frau Ziemens. Wohin Albert?
Albert. Ihr die Schande kürzen!
Frau Ziemens. Hülfe! Hülfe! Weh, mein Kind!
Albert (nachdem er sich losgerungen und bis an die Thüre des Hauses geeilt, öffnet sich dieselbe plötzlich und in weißem Gewande tritt ihm Marie entgegen). Gott —
Marie (feierlich). Hier hast Du mein Herz.
Albert (läßt zurückschaudernd das Messer fallen). Gott — entfloh'st Du meiner Brust! . .
Marie. Albert, Albert, jede That hat ihr Gericht! (verschwindet.)
Frau Ziemens. Besinne Dich, guter Sohn. (Sie stützt ihn, und er steht geschloss'nen Auges von Schmerz erstarrt. Pause. Die Scene erhellt sich wieder.)
Albert. — — Mildwärmend durchbricht die himmlische Sonne den nächtigen Nebel, froh athme ich auf: — es war nur ein Traum, ein fürchterlich geheimnißvoller Traum . . . Vergeblich sänn' ich ihn zu deuten — drum sei er schnell, schnell vergessen!
Frau Ziemens. Vertrau' der Zeit, die uns mit Klugheit rüsten wird und Mitteln, die Thorheit zu besiegen.