Klaus. Wie Dein Verdienst am neuen Webestuhl! — Der edle Greis, dasselbe mir vor Questenberg bezeugend, wie's meine Ehre fordert, wird von der Kunde Deines Frevels überrascht, taumelt schwindelnden Haupts, erseufzet beklemmt: „verloren mein Kind!“ und liegt entseelt mir im Arm.

Albert. O schauder — schaudervoll!

Klaus. Höchst schaudervoll!

Marie. Gemach, Klaus! Keine Vorwürfe, keinen Zorn! — Ihre Hand, braver Mann! — Gönnen wir dem Schicksal den schrecklichen Triumph, preisen die Vorsehung, welche nicht anders es fügte!

Klaus. Immerhin! sagt der Beklagenswerthe dazu Amen.

Marie. Was bleibt ihm übrig in seiner Ohnmacht!

Albert (wirft sich ihr zu Füßen).

Marie. Nicht also! Stehe auf! Alles ist gut! — Welcher Gewinn, trotzten wir ferner unerforschlichem Rathschluß!

Klaus (ihn aufhebend). Folge ihrem Wunsch; Du sühnst nicht anders das Geschehene!

Albert. Weh, wehe mir! — Ach, es straft mich härter als der Tod — bricht meine Seele in tiefster — tiefster Brust! — Marie, Marie, unsere Sonne — dort ging sie unter!