Albert. Traun, so erwäge, daß die Achtmalhunderttausend bereits verschlungen wurden von den Gläubigern!
Klaus. Bereits!
Albert. Sie waren just versammelt, als wir das Geld dem Herrn brachten. . . Das weißt Du nicht?!
Klaus. Wohl, wohl! Schon erinnere ich mich! Ja, verlor'ne Müh' wär's, gingen wir die Schenkung widerrufen! Hin ist hin! Sinke Hoffnung; ihr luftigen Schlösser brechet zusammen, Klaus baute auf Sumpf! — Man sollte es aber nicht denken! Ein Mensch, so viel erfahren, so reich begabt, nennt edelmüthig unter Schurken — christlich! Entsagung persönlichen Vortheils, irdischer Freude — gottgefällig! Selbstmord — höchstes Rechtthun! vernünftig denken, bedeutsam wirken — ruchlos, verbrecherisch! das kalte Grab allein — Erlösung aus Sünde und Elend! — O hätte doch ein Kind, das schmeichelnd seiner Mutter Brust begehrt, ihm lehren können, wie hohl und nichtig er berathen! Ach, ach, ist es ein Fluch der menschlichen Natur, daß sie, je reifer, desto sinnbethörter wird! — Traun, Du warst Dir consequent bis in den Park; doch weil die Kugel Dich verfehlte, was weiter nun!? Durch welch' ein Mittel, gleich dem großen Märtyrer hinab zur Hölle, dann gen Himmel fahren! — Bist Du von Gott gesandt, die Welt frisch zu entsühnen, so sprich! wenn nicht, verschreib' dem Teufel Deine Haut und ducke unter in den Schlamm, dem Du entkrochst!
Albert. Ich that es Freund, mit einem Herzen aber, das es leugnet! — Halb Thier, halb Engel, ein Zwitter von Licht und Nacht, schlepp' ich mein Leben unter Schmerzenskrämpfen weiter, ringe mit Himmel und Erde um ein unerkanntes Ziel, verschwinde dann, wie ein Gebilde flücht'ger Fantasie, im dunkeln Strom der Zeit! — Was hast Du . . .
Klaus. Kehre Dich um und sieh!
Albert. Gott, Gott! — Wie findest Du das?
Klaus. Erst wissen, was er bringt. . .
Albert. Vielleicht Befried'gung Dir, wonach gewaltsam Du vergeblich rangst!