„Nein, ich hasse sie! Hassest Du sie nicht?“

„Nein, wahrhaftig nicht!“

Jetzt war es an Frank, zu staunen.

„Nachdem sie Dich so mißhandelt haben?“

„Man darf ja niemals einen Menschen hassen,“ gab Percy sanft zur Antwort. „Es ist auch möglich, daß sie es nicht besser wissen.“

„Das kümmert mich nicht!“ entgegnete Frank, noch immer voll Aufregung, und ballte die kleine Faust. „Sie sollten es besser wissen! Hätte ich nur eine Flinte, ich ginge und schösse den abscheulichen Kracher sogleich tot. Das thäte ich sicher!“

„Langsam, langsam, Du Feuerteufelchen,“ erwiderte Tom lachend. „Du kommst schon bald zu andern Gedanken.“

„Nein!“ fuhr der Kleine zornig fort. „Ich wollte, sie wären alle tot, und begraben dazu. Und ich gönnte ihnen nicht einmal einen Leichenstein, nur einen alten hölzernen Sarg. Ich hasse sie! Ich hasse alle, die meinem Vater oder mir böse sind, und ich habe alle gern, die uns gern haben.“

Während des letzten Satzes wurde Franks Gesichtsausdruck ruhiger, und sein Auge richtete sich voll inniger Zuneigung auf Percy.

„Es ist aber nicht erlaubt, jemanden zu hassen,“ wiederholte Percy, den Blick entgegnend.