Der Heimweg, den Percy jetzt mit Tom Playfair antrat, sollte auf seine Entwickelung von nachhaltigem Einflusse sein.

32. Kapitel.
Der seltsame Wanderer.

Fast drei Viertel des Weges hatten Tom und Percy unter fröhlichem Gespräche zurückgelegt. Eben wollten sie aus einem niedrigen, beschneiten Gestrüpp, an dessen Rande man den Bahndamm unmittelbar vor sich hatte, heraustreten, da wurden sie eines Mannes ansichtig, der auf dem Bahnkörper zwischen den Schienen voranging.

In Amerika ist es keine Seltenheit, daß der Wanderer, um durch die Einöde der Prärie zu einer andern Stadt zu gelangen, einfach den Bahnkörper als Weg benutzt; ja in minder bewohnten Gegenden ist dies sogar das Gewöhnliche. Einen Zug kann man auf der ebenen Fläche meistens rechtzeitig gewahren, zumal die Bahnlinien häufig auf lange Strecken hin schnurgerade sind.

Was aber Tom und Percy an dem Manne auffiel, war sein unsicherer Gang. Er strauchelte zwar nicht von einer Seite zur andern, wie ein Betrunkener, sondern hielt sich gut in der Mitte des Geleises. Aber mit jedem Schritte drohte er niederzusinken und schien jedesmal erst seine Kräfte sammeln zu müssen, um den nächsten Schritt zu wagen. Durch das Gestrüpp noch verdeckt, beobachteten sie ihn eine Zeitlang und sahen, wie er mit jeder Minute schwächer wurde.

Sie konnten ihn jetzt genau sehen. Er war hager von Gestalt, spärliche, dünne Kleider hingen zerfetzt um seinen kraftlosen Körper, und dem eingefallenen Gesichte hatten Not und Kummer ihre unzweideutigen Spuren eingeprägt.

Plötzlich brachen die beiden Knaben in einen leisen Ruf des Staunens aus. Der Mann fiel nämlich ermattet zu Boden und legte wie zum Schlummer den linken Arm und den Kopf auf eine der beiden Schienen.