„Aber wenn ich Dir weh thäte, Tom?“

„Keine Angst! ich will mich schon in acht nehmen. Und wenn Du doch all zu stark werfen solltest“ — hier hielt Tom inne, um ein Lachen zu unterdrücken — „so ducke ich mich schnell, daß der Ball über mich weg fliegt.“

„Aber so weit habe ich noch nie geworfen, Tom.“

„Dann versuch’ es jetzt einmal. Wenn Du Dich recht anstrengst, wird es Dir schon gelingen.“

Percy nahm den Ball und ging mit dem festen Entschlusse, recht stark zu werfen, an den bezeichneten Platz.

Dort schwang er den Ball ein paar Mal herum und ließ ihn dann aufs Geratewohl fahren. Nicht ohne Grund zitterte er für die Folgen; denn anstatt gegen Tom, nahm der Ball seinen Weg in der ganz entgegengesetzten Richtung, wo eben ein größerer Zögling dieses Hofes, Johann Donnel, mit gespannter Aufmerksamkeit einem Handballspiele zusah. Der Ball würde ihn ins Gesicht getroffen haben, aber Tom hatte noch Zeit zu rufen: „Donnel, Dein Kopf!“ und so erhielt er den Ball an den Hinterkopf.

„Au!“ rief er, etwas überrascht, aber sein Erstaunen wuchs, als er den kleinen goldlockigen Neuling laut jammernd auf sich zueilen sah.

„O, Du armer Junge!“ rief Percy, und die Thränen standen ihm in den blauen Augen. „Ich habe Dir sicher sehr weh gethan. Aber ich konnte nichts dafür, nicht wahr, Tom? Ich habe es ganz gewiß nicht mit Absicht gethan. O, ich bitte tausendmal um Verzeihung. Ich finde gar keine Worte, um auszudrücken, wie leid es mir thut!“

Diese mitleidsvollen, aus innerstem Herzen quellenden Worte und das tief betrübte Gesicht des Kleinen waren für Donnel erst recht etwas Unerklärliches.

„Jawohl,“ sagte er mit einem recht bärbeißigen Gesicht. „Du hast mich beinahe tödlich verwundet. Jetzt solltest Du mich wenigstens zum Krankenbruder bringen!“