„Morgen fühlst Du nun Deinen Arm etwas steif,“ sprach Tom, als es Zeit war aufzuhören; „aber sei deshalb nicht besorgt; das passiert jedem, der das Werfen noch nicht gewohnt ist.“

Der Abend kam, und müde von den Strapazen seines ersten Pensionatstages fiel Percy in Schlaf, sobald sein Kopf das Kissen berührte.

5. Kapitel.
Das Gespenst.

Etwa zwei Stunden mochte Percy geschlafen haben, da erwachte er und richtete sich schlaftrunken auf, ohne die Augen zu öffnen. Es war ihm, als hätte jemand seine Füße berührt, aber er wußte nicht recht, ob es vielleicht bloß Täuschung sei.

Schon legte er sich nieder, um wieder einzuschlummern, als ihn ein leises, aber ganz schaurig klingendes Brüllen zu vollem Bewußtsein brachte. Hastig die Augen aufschlagend gewahrte er neben dem Fußende seines Bettes eine fürchterliche Gestalt, ganz weiß, das Gesicht so lang wie Percys Arm und aschgrau, mit roten Augen und schwarzen Runzeln und Furchen; über den Kopf war ein blutigrotes Tuch geworfen, und ein geisterhafter Schein leuchtete um Kopf und Gesicht.

Karl Kenny, — denn niemand anders war das Gespenst, — und Prescott, der im Hintergrunde verborgen stand, hatten mit Schadenfreude auf Percys Entsetzen gewartet, und sich schon an dem Gedanken geweidet, wie der furchtsame Knabe erblassen und vor Schrecken kaum wagen werde einen Angstruf auszustoßen. Sobald Kenny jetzt Percy die Augen öffnen sah, stöhnte er noch einmal geisterhaft tief.

Aber was war das? dieses wohlklingende, silberhelle Lachen, kam das von Percy?