„Hast Du keine Ohren?“ fuhr Kenny fort, ebenso unsanft wie vorher. „Was hockst Du hier so allein?“
Die Lippen des Angeredeten zitterten; er hatte nicht den Mut, dem rauhen Fragesteller ein Wort zu erwidern.
„Dann sag uns wenigstens mal, wie Du heißest! Das wirst Du wohl noch wissen.“
„Percy Wynn.“
„Percy Wynn!“ wiederholte die ganze Gesellschaft in einem Tone, den sie für besonders geistreich hielt; „Percy Wynn! ha, ha! das ist ein feiner Name! ein herrlicher Name! Meinst Du das nicht auch, Percy?“
„O gewiß!“ versicherte Percy bangen Mutes, aber mit voller Überzeugung, worauf ein neues Gelächter entstand.
Die fünf hatten schlau einen Zeitpunkt ausersehen, da P. Scott, der die Aufsicht führte, sich an das andere Ende des Spielplatzes begeben mußte, so daß sie nicht leicht eine unliebsame Störung zu befürchten hatten.
Der gute Percy merkte jetzt, daß man sich nur über ihn lustig mache, und ein glühendes Rot übergoß seine blassen Wangen.
„Da seht doch, er wird rot! gerade wie ein Mädchen!“ spottete Martin Prescott, und rief dadurch einen ausgelassenen Beifall hervor.
Percy hatte allerdings viel Mädchenhaftes an sich. Seine Gestalt war auffallend schmächtig; die Kleidung, von den zierlichen Schuhen und den langen schwarzseidenen Strümpfen an, bis zu der breiten, farbigen Krawatte, zeigte eine geradezu peinliche Sorgfalt; das goldgelbe, reiche Haar aber hing ihm nach Mädchenart in langen Locken auf die Schultern herab, ein Schmuck, der in Amerika zwar auch bei Knaben nicht ganz ungebräuchlich ist, aber doch auch nicht gerade häufig gesehen wird.