Die Zuhörer horchten mit sprachlosem Erstaunen. Noch nie hatten sie empfunden, wie jemand gleichsam seine Seele in den Klang seines Gesanges legt. Zudem waren sie, gleich Percy, mit einer einzigen Ausnahme Kinder irischer Familien, die mit großer Liebe an ihrem alten Vaterlande hingen. Ein Loblied auf Irland, in so vollendet schöner Weise vorgetragen, war deshalb für alle etwas Unwiderstehliches. Sie zogen im Geiste hin zu der grünen Insel St. Patricks, der Heimat ihrer Vorfahren, mit ihren spiegelhellen Seen und rauschenden Flüssen, mit ihren epheu-umrankten Ruinen, den Trümmern herrlicher Schlösser und Klöster, die, von Tyrannenhänden zerstört, den verjagten Kindern des Landes nachtrauern. Nicht alle konnten alles verstehen, aber alle waren so ergriffen, daß, als Percy geendet, niemand recht das Gespräch wieder aufnehmen mochte.
„Ich bin von französischer Abstammung,“ begann endlich Keenan, „und habe auch englisches Blut in meinen Adern. Aber heute ist kein Irländer auf der ganzen Welt für Irland mehr begeistert, als ich.“
Harry, Willy und Joseph schauten in ehrfurchtsvoller Bewunderung den kleinen Sänger sprachlos an.
„Percy, ich gäbe Dir alle meine Fertigkeiten,“ sagte Tom, „wenn ich auch so etwas könnte!“
„Ich habe es von meiner Schwester Elise gelernt. Es freut mich, daß es Euch gefällt. Ich habe noch einen großen Vorrat von schönen Liedern, und will singen, so oft es Euch Vergnügen macht.“