Nach einem weitern Marsche von fünfundzwanzig Minuten waren sie am Gestade eines Sees angelangt und wählten eine liebliche Uferstrecke, wo der Schatten ästiger Bäume weit ins Wasser fiel, zum Fangplatze aus.
Tom reichte Percy sogleich eine Angel und einen Wurm als Köder.
Percy faßte behutsam den Wurm, aber als er sah, wie sich derselbe hin- und herwand, ließ er ihn mit einem Schrei zu Boden fallen.
„O! was soll ich jetzt machen?“
„Heb’ ihn auf! Er beißt Dich nicht!“
Nach manchen erfolglosen Versuchen gelang das schließlich. Percy unterdrückte mutig eine Anwandlung des Schauderns und wollte den Wurm an den Angelhaken bringen. Allein wie er es auch anstellen mochte, stets entschlüpfte er ihm.
„Ruhig liegen, unartiges Ding!“ rief er, fast aufgeregt.
Da kam ihm Tom zu Hilfe.
„Das Zappeln kannst Du ihm leicht abgewöhnen,“ sprach er, nahm den ‚unartigen‘ Wurm in die eine Hand und gab ihm mit der andern einen kräftigen Schlag. Der Wurm zappelte nicht mehr, und Percy brachte ihn mit seinen geschickten Fingern leicht an den Angelhaken.
„Es giebt zwei Arten von Fischen,“ erklärte jetzt Tom, „kleine, zum Beispiel Barsche und Sonnfische, die ganz nahe an der Oberfläche schwimmen, und große, die gewöhnlich unten auf dem Grunde bleiben. Die großen sind sehr schwer zu fangen. Sie haben Mäuler wie Scheunenthore, und einen Angelhaken, wie den Deinen da, verschlucken sie mit dem größten Vergnügen und ohne alle Beschwerde; das ist nur eine kräftige Speise für sie.“