„Gewiß!“ sprach Keenan. „Die beste Anwendung dieser neuen Kenntnis ist, daß Du sie gar nicht anwendest.“
Percy brachte sich in die frühere Stellung, schüttelte die Locken zurück, rückte seine Mütze zurecht und begann fröhlich wieder zu rudern. Für Quips Neckerei aber nahm er, ohne es zu wollen, bald Rache. Als derselbe nämlich einmal über eine kleine Ungeschicklichkeit des Anfängers lachte, flog ihm von Percys Ruder eine gute Ladung Wasser in den offenen Mund und erstickte das Lachen, als wäre es ein winziges Feuerflämmchen.
Kurz darauf steuerte Harry ans Land, stieg aus und verschwand im Walde.
„Was hat er, Georg?“ fragte Percy.
„Er ärgert sich vielleicht.“
„O, das thut mir leid. Habe ich ihn beleidigt? Ich wollte es sicher nicht. Er ist ein so guter Junge.“
„Das ist er. Aber sieh dort zwischen den Bäumen den Rauch aufsteigen. Donnel oder Tom hat schon ein Feuer angezündet, um unser Mittagessen herzurichten, und Quip thut nichts lieber als kochen. Er ist meistens unser Oberkoch und Speisemeister, und wir sind mit seiner Thätigkeit sehr zufrieden.“
„So? das freut mich!“ sprach Percy. Auch er war in der edlen Kunst der Speisebereitung durchaus nicht unerfahren. Wie in anderen Sachen hatten ihm auch hierin die sechs Schwestern einige Fertigkeit anerzogen. Deswegen hatte er schon geglaubt, heute damit seinen Freunden einen Dienst leisten zu können. Allein jetzt sprach er gar nicht darüber, sondern beschloß, den Erzeugnissen von Harrys Kochkunst alle Ehre anzuthun.
Um ein Uhr setzte sich die Gesellschaft zum Essen nieder. Das Tischgebet bestand diesesmal bloß in einem andächtigen Kreuzzeichen.
Donnel konnte sich nicht enthalten zu fragen, woher wohl die Rosen auf Percys Wangen kämen.