„O nein, Tom. Die meisten sind ja sehr freundlich gegen mich. Und selbst wenn sie mich einmal necken, weil ich noch so mädchenhaft bin, dann geschieht es immer mit so großer Gutmütigkeit.“
„O das kennen wir!“ warf Harry dazwischen.
„Ich wollte Euch nur bitten, nicht über die Prärie, sondern den Bahnkörper entlang nach Hause zu gehen.“
Tom pfiff.
„Und wir sollen glauben, Du hättest Deine armen Beine so mißhandelt und Dich in eine tödliche Ermüdung gerannt, nur um uns einen andern Heimweg anzuraten?“
„Doch, Tom. Prescott und — ich weiß nicht wer sonst, es sind ihrer aber mehrere — liegen auf der Prärie im Hinterhalt und lauern Euch auf. Sie wollten Euch binden und Euch dann auf der Prärie liegen lassen. Ich war so in Angst, ich möchte Euch verfehlen, und das wäre beinahe auch geschehen. Jetzt bin ich so froh, daß es gelungen ist. Gott sei Dank!“
Sprachlos starrten ihn die beiden Freunde an. Zum erstenmale seit langer Zeit füllten sich Toms Augen mit Thränen. Harry Quip aber brach in lautes Schluchzen aus.
„Percy,“ sprach endlich Tom mit einer Stimme, die zugleich Rührung und Nachdruck wiedergab, „wenn ich je gesagt habe, Du seiest kein rechter Junge, so war ich verrückt. Als wir Dich diesen Mittag sahen, konntest Du kaum einen Schritt thun, und jetzt läufst Du eine ganze Stunde um zweier armen Tröpfe willen!“
Er wischte sich verstohlen die Augen.
„O bitte, Tom! Macht nicht so viel Aufhebens davon. Es war gar nicht so schrecklich. Mir ist ja gar nichts Schlimmes passiert. Ich bin nur deshalb ohnmächtig geworden, weil ich eben die viele Bewegung noch nicht ertragen kann. Ich wollte von Herzen gern für jeden von Euch noch viel mehr thun.“