„Ich bildete mir immer ein,“ fuhr Tom unbekümmert um Percys Worte fort, „ich wüßte, was ein rechter Junge ist. Unsinn! Nichts wußte ich. Jetzt geht mir erst ein Licht auf. O Percy, Percy, wie konntest Du —“

Schnell erhob sich Percy.

„Kommt! vorwärts! Es ist die höchste Zeit! Mir fehlt ja nichts! Ich bin wirklich noch nie so froh gewesen wie jetzt. Ich hätte nie geglaubt, Euch noch irgendwie nützlich sein zu können.“

„Das bist Du aber,“ erklärte Tom bewegt, „und bist es gewesen. Von Dir habe ich mehr gelernt als aus vielen, vielen Büchern.“

„Und ich,“ fügte Harry bei, dessen Erregung soweit nachgelassen hatte, daß er seine Dankbarkeit in Worte kleiden konnte, „ich hätte nie gedacht, ich könnte von Dir auch nur halb so viel lernen, als Du mir in diesen paar Minuten beigebracht hast.“

Eine Pause trat ein. Für beide Knaben, die, selber edelmütig und großherzig, Percys Opfermut voll und ganz zu würdigen verstanden, bedurfte es einiger Ruhe, bis sie ihre Aufmerksamkeit wieder den Forderungen des Augenblicks zuwenden konnten.

„Wie sollen wir heimkommen, Tom?“ fragte endlich Harry. „Er hat sich kaum hierhin zu schleppen vermocht und kann unmöglich denselben Weg noch einmal zurücklegen.“

„O, ich bin ja noch ganz gut auf den Beinen!“ versetzte Percy entschlossen. „Nur wegen des Laufens bin ich so müde geworden. Gehen kann ich ohne Mühe.“

Schweigend schritten sie nun dem Bahnkörper zu.

„Wären nur Donnel und Keenan hier!“ knirschte Tom nach einer Weile und ballte die Faust. „Dann gingen wir sicher den andern Weg!“